Samstag, 4. Januar 2014

Ein ganz normaler Samstag

Tage wie heute, an denen man sich mittags um 12 Uhr schon so anfühlt, als wäre man den ganzen Tag Marathon gelaufen gehören einfach dazu zum Familienleben (zehren aber trotzdem an einem ;-)) und ihr kennt sie bestimmt auch alle. Trotzdem muss ich meinem "Frust" heute einmal Luft machen und uns von der Verschwörung der Zwerge heute erzählen.


Samstags ist wie gewohnt unser Markttag. Markttag ist eigentlich immer sehr sehr schön, weil wir gemütlich (wenn man das überhaupt sagen kann mit zwei kleinen Spätzen) an den bunten Ständen mit Obst und Gemüse vorbeischlendern und ganz am Schluss noch den traditionellen Topf Erbsensuppe mit Bockwürstchen mitnehmen.

Heute haben wir den Ablauf aber einmal etwas anders gestaltet (das sollten wir in Zukunft einfach lassen), da wir noch vorher zur Bücherei mussten, Bücher abgeben und neue Bücher mitnehmen und auch noch eine neue warme Mütze für Max Power besorgen mussten. Schon der Gang zur Bücherei stellte sich als pulstreibend heraus, da unser so geliebtes kleines Tottili einfach nicht wie andere Kinder mal 5 Minuten in ihrem Buggy sitzenbleibt. Wir steigen also aus dem Auto aus, setzen das Tottili in den Buggy und wollen eigentlich nur über die große Straße, weil auf der anderen Seite bereits die Bücherei auf uns wartet. Aber das Tottili hält es noch nicht einmal 2 Minuten in ihrem Buggy aus. Der Kopf wird rot, die Arme schießen in die Höhe und das gewohnte "Maaaaammmmmaaaaaa" wird mit grellem Stimmchen aus ihrem kleinen Mund geschrien. Ihr denkt jetzt bestimmt. Tja, da muss man doch einfach konsequent bleiben, ja ich weiß. Glaubt mir, alles schon ausprobiert. Unser Tottili schreit einfach so lange bis sie (wirklich wahr) Nasenbluten bekommt und letztendlich doch getragen wird (und zwar bitte nur von Maaamaaaa). So weit wollte ich es jetzt zu Beginn unserer Tour nun eigentlich noch nicht kommen lassen, darum haben wir sie kurzerhand herausgenommen. Die Überraschung war. Sie wollte auch tatsächlich einmal nicht auf meinen Arm (auch nicht auf Papas ;-)), sondern (wie niedlich), sie wollte an Max Powers Hand zur Bücherei laufen. Ha, wie toll. Gut gelaunt erreichen wir die Bücherei und verteilen uns schnell in alle Himmelsrichtungen. Max Power und ich laufen zu den Kinderbüchern (auf der Suche nach neuen spannenden Dinosaurier und Lars dem Eisbären-Büchern), Papa höre eigentlich immer nur durch seine bereits etwas genervte Stimme "Nein, Totti, nicht an dem Regal ziehen, nein, bitte, komm hinter der Kasse wieder vor, Du kommst gleich in den Buggy (droht er ihr oder uns ;-)). So schnell es geht sammeln wir unsere neuen Bücher und Spiele zusammen und gehen zur Ausleihe. Papa sieht mittlerweile schon leicht rot und geschwitzt im Gesicht aus, nachdem er mittlerweile einige Minuten hinter dem Tottili herläuft und versucht ihr Mantel und Mütze aufzusetzen.

Endlich alle angezogen und draußen angekommen, setzen wir das Tottili zurück in ihren Buggy und wollen munter losmarschieren. Keine Minute weiter geht die Sirene wieder an. Wir nähern uns mit lautem Getöse aus dem Kinderwagen der Stadt, das Tottili und wir alle bereits kletschnass geschwitzt, da kommen uns dann auch noch Menschen mit klugen Ratschlägen entgegen. "Oh je, die arme Maus, hat bestimmt Bauchscherzen" oder "Oh nein, das arme Ding" oder auch einfach nur Kopfschütteln. Haaaaallllooooooo??? Was ist denn bitte nur los mit diesen Leuten? Es handelt sich dabei aber auch immer überwiegend um Mitfünfziger, die offensichtlich bereits vergessen haben, wie es ist kleine Kinder zu haben. So als hätten sie nie selber welche gehabt. Nachdem dann Max Power aber auch noch anfängt und klagt, er könne nicht mehr laufen und wolle doch bitte bitte in den Buggy, tauschen wir einfach die Rollen. Leicht schräges Bild, aber der mittlerweile 3 1/2 Jährige Max Power schlüpft in den Buggy und das Tottili landet natürlich wie kann es anders sein (nun sehr gut gelaunt) auf Mamas Arm.

Nach einer gefühlten Ewigkeit kommen wir (Mama und Papa am Ende ihrer Kräfte) alle wieder am Auto an und starten unseren Rückweg nach Hause. Nach ca. 2 Minuten hören wir von der Rückbank hinter uns nur noch lautes Schnarchen. In solchen Momenten möchte ich dann auch noch einmal bitte klein sein und einfach laut schnarchen und schlafen voller Erschöpfung.

Alles in allem war es zwar ein anstrengender Marktgang, aber mittlerweile haben wir die ganzen Anstrengungen schon wieder vergessen und freuen uns auf den Kindergeburtstag von Max Powers bestem Freund.

Euch allen einen entspannten Samstag,
Eure Alexandra

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